Am Tag unserer Abreise füllte sich der Platz wieder merklich, denn ein Wochenende mit fantastischem Wetter stand vor der Tür.
So fiel uns die Abreise nicht ganz so schwer und wir machten uns auf den Weg zu unserem vorletzten Zwischenstopp, dem hübschen Städtchen Digoin, das direkt an der Loire im westlichen Burgund liegt. Die Fahrt war mit ca. 560 km eine der längsten Touren und so kamen wir erst nach ca. 7 Stunden am Camping de la Chevrette in Digoin an. Das Reisen mit unserem Bürstner Lyseo Wohnmobil über längere Strecken in Frankreich war übrigens sehr entspannt, da wir erstens eine tolle Panoramasicht aus der Fahrerkabine hatten und dazu auf sensationell bequemen und zudem schicken Pilotensitzen saßen. Auf den Autobahnen war zu unserer Reisezeit auch nicht viel los, wir hatten keinen einzigen Stau und wenn man die ganze Zeit nicht schneller als 110 bzw. 130 kmh fahren darf, ist das wirklich angenehm, da niemand drängelt und man viel weniger Stress empfindet.
Als wir am zeitigen Abend in Digoin eintrafen, war auf unserem Campingplatz schon gut etwas los, aber wir fanden dennoch einen schönen Platz am Hochufer der Loire. Gleich bei Ankunft hatte ich an der Rezeption wie inzwischen schon üblich Baguette und Croissants für den nächsten Morgen bestellt und die wirklich sehr nette Campingplatzbetreiberin gab mir noch hilfreiche Tipps für den Abend in Digoin.
In den Pyrenäen hatten wir - aufgrund des mehr als verlockenden Angebots - überdurchschnittlich viele Lebensmittel eingekauft und so entschieden wir uns, einfach und schnell leckere Burger zu grillen und dann anschließend einen gemütlichen Stadtbummel zu machen. Es wurde inzwischen deutlich zeitiger dunkel, doch dank der hervorragenden Außenbeleuchtung am Wohnmobil konnten wir im Dunkeln problemlos draußen kochen.
Der Campingplatz lag sehr zentral und so spazierten wir nach unserem Abendessen direkt an der wundervoll beleuchteten Promenade an der Loire entlang zur Brücke Pont Canal de Digoin. Die Brücke wurde im 19. Jahrhundert als Verbindung zwischen zwei Kanälen erbaut und überquert mit elf Bogen in zwölf Metern Höhe die Loire.
Entlang unseres Weges lagen viele hübsche Restaurants und Bars, deren Gäste gemütlich draußen saßen. An der Brücke angekommen liefen wir nach links durch einige hübsche Gassen zum Place de l’Eglise. Hier befanden sich viele Boutiquen und Ladengeschäfte, aber auch Bäckereien, eine Metzgerei und Lebensmittelgeschäfte. Die Kirche wurde abends wunderschön angestrahlt und der Vorplatz war traumhaft bepflanzt. Das Örtchen Digoin ist übrigens durch seine Lage sehr bei Radfahrern und Kanuten beliebt und man konnte auf unserem Campingplatz Kanus für Kurztouren und auch Mehrtagestouren mieten.
Nach einer entspannten Nacht und einem Frühstück in der Morgensonne ging unsere Reise zu unserem letzten Zwischenstopp weiter. Bereits zu Beginn unserer Reise überlegten wir, einen Halt im Elsass zu machen und so verbrachten wir die letzten beiden Urlaubstage im vielleicht schönsten Dorf Frankreichs, im bezaubernden Eguisheim südlich von Colmar.
Da wir bereits am Tage zuvor schon eine lange Strecke gefahren waren gingen die knapp 380 km wie im Fluge vorbei und wir kamen entspannt am Nachmittag auf dem Campingplatz Des Trois Châteaux an. Der Campingplatz liegt idyllisch inmitten von Weinbergen und ist ein perfekter Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren oder eben einen Besuch von Eguisheim.
Wir hatten großes Glück, dass wir noch einen schönen Platz erwischten, denn es reisten immer mehr Camper an. Um uns herum herrschte eine freundliche und ausgelassene Stimmung, was vielleicht einerseits an den zahlreichen holländischen Gästen, die meistens sehr entspannt sind lag oder vielleicht auch daran, dass auf nahezu jedem Tisch ein Fläschchen Wein stand und man offensichtlich die Köstlichkeiten der Region bereits nachmittags zelebrierte. Dafür hat man ja auch Urlaub und so öffneten wir uns auch eine Flasche leckeren Rosé, den wir noch im Kühlschrank unseres Wohnmobils eisgekühlt vorrätig hatten. Der Junior hatte es sich derweil mit Keksen im Wohnmobil gemütlich gemacht und freute sich, dass es auf diesem Campingplatz endlich wieder ein funktionierendes WLAN gab und er nun wieder mit seinen Freunden daheim chatten konnte.
Schließlich packte uns doch noch die Wanderlust und so machten wir abends einen Abstecher in die wirklich charmante Altstadt mit ihren gepflasterten Ringgassen voller Lokale, Souvenirläden und Spezialitätengeschäften. Eguisheim hat neben typisch elsässischen alten Gebäuden mit Spitzdächern, bunten Farben und Fachwerkfassaden auch einiges an Blumenpracht zu bieten. Nahezu an jeder Ecke entdeckten wir Postkartenmotive. Aus den urigen Restaurants duftete es nach Flammkuchen und deftigen Speisen und wir wären eigentlich gerne zum Abendessen geblieben, aber wir hatten nun mal einige Tage zuvor in den Pyrenäen so reichlich eingekauft, dass wir lieber unsere Vorräte aufbrauchten und beim Wohnmobil grillten.
Den letzten Tag unserer Reise verbrachten wir bis auf einen kurzen Stadtbummel gemütlich auf dem Campingplatz, lasen französische Zeitungen (bei denen wir nur die Hälfte verstanden), spielten Kniffel und Mäxchen mit dem Junior und ließen einfach die Seele baumeln.
Abends kochten wir uns in der Küche des Wohnmobils Pasta Bolognese und gingen anders als sonst und sehr zum Bedauern unserer holländischen Nachbarn, die unsere Playlist - welche auf explizitem Wunsch etwas lauter über unseren Bluetooth-Lautsprecher lief - so gut fanden, dass sie alle Songs aus vollem Halse mitsangen zeitig zu Bett. Am nächsten Morgen mussten wir schließlich unseren lieb gewonnenen Lyseo TD wieder in Kehl bei Bürstner abgeben und vollbepackt (für das Packen hätten wir echt einen Preis verdient) mit unserem Auto die Heimreise antreten.
Es waren 17 Tage Campingurlaub in Frankreich voller Erlebnisse, mehr als 2700km sind wir mit dem Bürstner Lyseo TD vom Burgund über Auvergne-Rhône-Alpes zum Atlantik bis hin zu den Pyrenäen und zurück durch Okzitanien und über die Loire bis ins Elsass gefahren. Wir hatten eine wunderschöne Zeit in einem wunderschönen Land mit einem wunderschönen Wohnmobil und von uns aus hätte die Reise gerne noch weitergehen können, doch die bayerischen Sommerferien neigten sich dem Ende und unser Urlaub war leider vorbei.
Wir kommen auf alle Fälle wieder und wer weiss, vielleicht schaffen wir es das nächste Mal bis zum Mittelmeer (warum wir dieses Mal nicht wie geplant ans Mittelmeer reisen konnten, lest ihr im ersten Teil HIER).
Und in meinem nächsten Camping Blogpost HIER zeige ich Euch, wie wir es uns im und um das Bürstner Wohnmobil herum so richtig wohnlich und gemütlich gemacht haben, gebe Tipps zum Dekorieren und Ordnung halten und erkläre, wie wir das Thema Wohnfühlen beim Camping ganz einfach umgesetzt haben. Außerdem habe ich für Euch die komfortable Lieblingsidee Camping-Packliste bzw. Deko-Chekliste notiert.
Liebe Grüsse und bleibt gesund!!
Fahrzeug Wohnmobil (Werbung/Kooperation):
Dekoration:
Alle Kissen, Decken, Lichterketten, Tassen, Vasen und sonstige Campingdekoration gibt es im
Adressen der Camping-/Stellplätze von den Pyrenäen über Okzitanien, der Loire bis ins Elsass :
Die Preise beziehen sich auf die Nebensaison (wir waren Ende August/Anfang September unterwegs) die jeweils aktuellen Preise sind auf den verlinkten Webseiten der Campingplätze ersichtlich
(Werbung unbeauftragt)
Saint-Jean-Pied-de-Port - Aire de Camping-Car du Fronton (ca. 9,- € Bezahlung am Automaten/ inkl. Strom und grossem Stellplatz, Entsorgung gratis, kein Wifi - Stadtkern ist in wenigen Minuten zu Fuss zu erreichen)
Lac de Thoux St. Cricq - Camping Lac de Thoux Saint-Cricq (ca. 27,- € grosser Stellplatz inkl. Strom, Wasser, Nutzung des Pools, kleiner Supermarkt, Brötchenservice etc. Wifi muss man extra bezahlen, nächster Ort ca. 4km entfernt)
Digoin/ Loire - Camping de la Chevrette (ca. 29,50 € freie Platzwahl, inkl. Strom, Brötchenservice, Wifi ist im Preis enthalten, funktionierte aber bei uns nicht, sehr viele Sanitärhäuser - Stadtkern ist in wenigen Minuten zu Fuss zu erreichen)
Eguisheim/ Elsass - Camping Des Trois Châteaux (ca. 24,- € inkl. Strom, Wifi, Entsorgung -Stadtkern ist in wenigen Minuten zu Fuss zu erreichen)
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